Phillip Moll’s Blog

Max Payne - der Film - Kritik (Vorsicht Spoiler)

von admin am 03.Dez, 2008, unter Filme

Mark Wahlberg als Max Payne:
max payne phillip moll

Als erstes muss ich sagen, dass ich ein ziemlicher Fan der Spielreihe bin und so einige Stunden mit Max “Schmerz” verbracht habe, deswegen waren meine Erwartungen an den Film von Vornherein sehr hoch. Doch zuerst möchte ich auf Max Payne selbst eingehen… Ich glaube es gab keine schlechtere Besetzung für den Protagonisten als Mark Wahlberg, da man diesem diese innere Zerrissenheit einfach nicht abkaufen kann, da er ein viel zu glatter Typ ist. Dass soll nicht heißen dass ich Mark Wahlberg in vielen Filmen nicht für eine gute Besetzung halte (z.B. The Shooter, Departed) aber mir fallen für Max Payne gleich 20 Schauspieler ein, die besser gewesen währen z.B: Clive Owen, Johnny Knoxville, Eric Mabius, Keanu Reeves, Christian Bale usw. Die anderen Personen fand ich ansonsten rund um gut besetzt.

Bessere Auswahl: Clive Owen, Johnny Knoxville & Timothy Gibbs
max payne - phillip moll

Die Story war ganz gut von Spiel übernommen (da ich faul bin, werde ich jetzt nicht die ganze Story erzählen, die kann man auch auf vielen anderen Seiten noch erfahren), nur leider hat sich der Regisseur John Moore zu viel ausgedacht. Z.B. die Racheengel oder Todesvögel, was immer die auch darstellen sollten um die Droge Valkyr aus dem Spiel zu dramatisieren, ziehen das Feeling von Max Payne ein wenig ins Lächerliche. Ansonsten wusste man bei dem Film (auch wenn man die Spielreihe nicht kennt) nach fünf Minuten schon wer der Böse Hintermann ist, was einem noch mehr die Spannung nimmt.

Der Noir-Stil des Spiels, war im Film doch ganz gut umgesetzt, auch wenn die Bilder nicht an Sin City heranreichen können. Der Bullettime-Effekt (den viele aus Matrix kennen), der im Spiel ein Hauptbestandteil war, kam im Film nur in zwei kurzen Szenen zur Geltung.

Fazit: 6/10
Ein solider Actionfilm der eine gute Unterhaltung für Zwischendurch ist, aber an die Tiefe und Dramatik der Spielvorlage und dessen Story nicht heranreichen kann. Vor allem durch die Ideen des Regisseurs, mit den Todesengeln die im Spiel garnicht vorkommen, erinnert der Film viel mehr an Constantine.

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